Editorial MIZ 3/15

Möglichkeiten und Grenzen säkularer Medienarbeit

Christoph Lammers

Es ist schon paradox: Obwohl der Anteil Konfessionsloser in unserer Gesellschaft stetig zunimmt und damit der Bedarf an Information und der Wunsch nach Partizipation steigen, spiegelt sich diese Entwicklung nur zu einem geringen Teil in der Berichterstattung der Medien wieder. Themen, die von gesellschaftlicher Relevanz sind (so z.B. die aktuelle Diskussion um selbstbestimmtes Leben und Sterben), werden zwar in den sozialen Netzwerken ausführlich diskutiert. In Zeitungen, Radio und Fernsehen werden aufgeklärte Positionen jedoch weitgehend ignoriert. Es fehlt schlicht an Gegenöffentlichkeit. Die Gründe hier
für sind vielschichtig und können an dieser Stelle nur angerissen werden. Zunächst muss es darum gehen zu verstehen, welche Funktion Medien haben und inwieweit sie diese im Hinblick auf die säkularen Positionen erfüllen.

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Schwerpunktthema MIZ 3/15

Säkulare Medienarbeit – 
säkulare PR oder Aufklärung?
Eine Nabelschau

Daniela Wakonigg

Der Einfluss von Kirchen und Religionsgemeinschaften auf die Medien ist ein bekanntes Phänomen. Gesichert wird er nicht nur durch gesetzlich verbriefte Sendezeiten für Religions­gemein­schaften, sondern vor allem durch die personelle Besetzung der Redaktionen von Zeitungen und öffentlich-rechtlichen Sendern. Häufig finden sich dort kirchenfreundliche Redakteure – oder doch wenigstens solche, die den Konflikt mit den Kirchen scheuen und deshalb kritische Berichterstattung über kirchliche oder religiöse Themen vermeiden.

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