Schwerpunktthema MIZ 1/19

Die Reise zur freien Meinung

Durba Zahan

Schreiben lag mir schon immer am Herzen, gerade beim Schreiben fühlte ich mich sehr geborgen. Ich wollte damit nicht die Welt verändern, offen gesagt war es meine Absicht, meine Gedanken mitzuteilen und eine konstruktive Diskussion anzuregen. Und ich wollte nicht, dass meine Denkanstöße aus einer religiösen Sicht bewertet oder gar verurteilt werden. Vor allem sollten in einem ‘säkularen’ Staat alle Menschen über das Recht verfügen, sich selbst ohne jegliche Furcht vor Repression auszudrücken. Ich habe mir nie erhofft, das Leben der Menschen mit meinen Texten zu verändern, allerdings änderten sie den Lauf meines Lebens.

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Porträt Nicole Thies
Editorial MIZ 1/19

Und man siehet die im Lichte, 
die im Dunkeln sieht man nicht …

Nicole Thies

Säkulare Menschen werden wegen ihrer Weltanschauung in vielen Nationalstaaten dieser Erde diskriminiert, gesellschaftlich und politisch isoliert, an der Ausübung ihrer sozialen, politischen und ökonomischen Tätigkeit(en) und Fähigkeiten gehindert, verfolgt und ermordet. Zwei Menschen aus Bangladesch, die mit tatkräftiger Unterstützung des Internationalen Bundes der Konfessionslosen und Atheis­ten (IBKA) Asyl in Deutschland beantragt haben, beschreiben in diesem Themenschwerpunkt die Situation von säkularen Blogger_innen in Bang­ladesch.

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Prisma MIZ 4/18

Durba Zahan vorerst in Sicherheit

Mahmudul Haque Munshi

Das erste Mal begegnete mir Durba vor acht Jahren auf dem Blog Somewhereinblog.net, dem größten bengalischen Blog, für den auch ich schrieb. Die Thesen das Artikels, den sie dort veröffentlicht hatte, waren für den Zustand unserer Gesellschaft gewagt und dazu noch von einer jungen Frau geschrieben. Ich fragte mich, wer diese Frau war. Wie konnte Sie so unverblümt schreiben, ohne Angst vor Verfolgung und Druck von Seiten der Familie? Wusste diese überhaupt davon?

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Porträt Ahmed Nadir, Foto: Eva Creutz
Schwerpunktthema MIZ 1/16

„Religion zu kritisieren bedeutet, zum Ziel von Mördern zu werden“
Ein Gespräch mit Ahmed Nadir über die Situation 
säkularer Blogger in Bangladesch und sein Leben 
als Flüchtling in Deutschland

Redaktion MIZ

Die Fluchtursachen der Menschen, die gezwungen sind, ihr Land zu verlassen, sind sehr unterschiedlich. Auch der Unglaube, Religionskritik oder der Einsatz für Meinungsfreiheit stellt in vielen Teilen der Welt ein Risiko dar; so beispielsweise in Bangladesch. Anfang 2013 richtete dort die Regierung ein Komitee von neun islamischen Geistlichen ein, welches Internet-Aktivisten identifizieren soll, die sich auf Facebook oder in Blogs kritisch über den Islam oder den Propheten Mohammed äußern.

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Schwerpunktthema MIZ 1/16

Frauen, Flucht, Emanzipation?

Arzu Toker

Im Rahmen der Flüchtlingsdebatten wird diskutiert, ob Flucht für Frauen nicht auch ein Tor zur Emanzipation öffnen kann. Emanzi­pation ist keine Pflanze, die nur in bestimmten Breitengraden wächst. Es gibt auch reichlich gebildete, emanzipierte syrische Frauen. Doch die Frauen, die schon in Syrien nichts mit Emanzi­pation gemein hatten, werden durch die Flucht und ungewollte Begegnung mit einer neuen Gesellschaft damit konfrontiert, herausgefordert.

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Schwerpunktthema MIZ 1/16

„Homophobie und Transphobie sind ein gesamtgesellschaftliches Problem“
Ein Gespräch mit Gülây Akın

Gülây Akın und Nicole Thies

In vielen Ländern werden Menschen aufgrund Ihrer Lebensweise politisch verfolgt. Offen gleichgeschlechtlich lebende Menschen sind Übergriffen ausgesetzt und auf einvernehmliche Sexualität unter gleichgeschlechtlichen Menschen stehen Gefängnisstrafen. Für die MIZ sprach Nicole Thies mit Gülây Akın über den Asylgrund Homosexualität, über Homophobie und Mehrfachdiskriminierung in Asylverfahren und in Gemeinschaftsunterkünften.

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Schwerpunktthema MIZ 4/15

Frauen auf der Flucht

Gisela Notz

Etwa 800.000 Geflüchtete sollen bis zum Ende 2015 nach Schät­zungen des Bundesinnenministeriums nach Deutschland gekom­men sein. Sie sind Teil einer „Flüchtlingswelle“, wie sie Deutsch­land seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges nicht mehr erlebt hat. Menschen fliehen nicht freiwillig. Die weitaus meisten Menschen fliehen vor Bürgerkriegen, viele aufgrund von weltweiten Men­schenrechtsverletzungen wie Armut, Hunger, Folter, politischer Unterdrückung oder Umweltkatastrophen.

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