Neulich | Veröffentlicht in MIZ 3/16 | Written by Daniela Wakonigg

Neulich … beim Kampf gegen die Überfremdung

Genug ist genug. Ich bin ja ein toleranter Mensch, aber irgendwann muss auch mal Schluss sein mit der Toleranz. Es gibt in diesem Land eine gewachsene Kultur und ich kann es einfach nicht ertragen, dass Fremde aus dem Süden versuchen, ihre Kultur der unseren überzustülpen. Nicht nur wegen der Frauenfeindlichkeit, wegen der fremdartigen Kleidervorschriften und dieser merkwürdigen Sprache, die inzwischen überall in Deutschland zu hören ist.

Ja gut, ich kann verstehen, dass diese Menschen aus ihrer Heimat fliehen. Kein Wunder bei den politischen Verhältnissen, die dort herrschen. Ich würde da auch nicht leben wollen. Aber müssen diese Menschen deshalb ihre Kultur überall in die Welt exportieren?

Na ja, ich gebe zu: Einige von ihnen haben sich integriert. Einige von ihnen sind tatsächlich in der Moderne angekommen, haben verstanden, was „Gleichberechtigung der Geschlechter“ ist, und sich sogar von ihrer Religion verabschiedet, die ja nun wirklich an Rückständigkeit kaum zu überbieten ist. Kein leichter Schritt, denn schließlich ist es in ihrer Heimat üblich, dass man von Kindesbeinen an religiös indoktriniert wird.

Aber trotzdem: Ihre Kultur möchte ich nicht vor meiner Haustür haben. Mit Schweinshaxen kann ich nun einmal nichts anfangen. Und auch nicht mit Blasmusik und zwanghaftem Biertrinken, nichts mit Kleidern, in denen weibliche Brüste wie eine Schaufensterauslage präsentiert und von bierseligen Männern betatscht werden.

Wovon ich rede? Na, von diesem schrecklichen Oktoberfestwahn, der jedes Jahr wieder in ganz Deutschland grassiert. Sogar die Hauptstadt haben sie erobert, die Bayern. Und damit meine ich nicht Horst Seehofer, der seine nicht-bayerischen Koalitionspartner regelmäßig in den Wahnsinn treibt. Nein, ich meine die Oktoberfestzelte, die im Herbst burkagleich sogar eines der Herzen Berlins überziehen: Oktoberfest am Alexanderplatz!

Und nicht nur Deutschland ist betroffen: Die ganze westliche Welt haben die Bayern mit ihrer Oktoberfest-Kultur bereits infiltriert. Es wird Zeit, der scheinbar unaufhaltsamen Bajuwarisierung des Abendlandes ent-
schieden entgegenzutreten! Fragwür­dige Kleidervorschriften für Frauen müssen ebenso fallen wie quasi-religiöse Reinheitsgebote!

Aber es ist nicht nur wichtig, dass wir randalierenden Oktoberfest-Terro­risten ihre Grenzen aufzeigen. Jene aus diesem fremden Kulturkreis, die sich in Deutschland integriert haben, sollten wir mit offenen Armen empfangen. Vor allem aber sollten wir jene unter ihnen unterstützen, die sich von der restriktiven Religion ihrer Heimat losgesagt haben. Die Überwindung der Religion ist der erste Schritt in die Moderne. Mögen viele Bayern dort in naher Zukunft ankommen.

(Die Autorin legt Wert darauf, dass ihre Äußerungen nicht als Bayerophobie gewertet werden. Einige ihrer besten Freunde sind Bayern und sie hat in diesem fremden Land sogar schon mal ein Bier getrunken.)