Schwerpunktthema | Veröffentlicht in MIZ 3/19 | Geschrieben von Karsten Krampitz

Christenverfolgung in der DDR?

Staat und Kirche im SED-Staat

Die politischen Strukturen in der DDR waren nie dafür gedacht, dass in ihnen eines Tages Menschen zusammenkommen, um mit­einander kritische Fragen zu diskutieren. Diese Aufgabe fiel 
in den 1980er-Jahren den evangelischen Kirchen zu; daran sind 
sie gewachsen, aber auch gescheitert. Die evangelischen Kirchen­gemeinden boten den Friedens-, Umwelt- und Menschenrechts­gruppen einen Raum zur Organisation, zur Diskussion und zur Selbstfindung. Die Kirche selbst fungierte aber nur als Dolmetscher im Konflikt mit dem SED-Staat. Dass ihre Vermittlung am Ende innerhalb der DDR-Strukturen vergeblich war, ist wohl zuerst darauf zurückzuführen, dass man es mit einem Staat zu tun hatte, 
der Probleme, die in der Kirche ausgesprochen wurden, als Prob­leme der Kirche gesehen und behandelt hat.

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