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Schwerpunktthema MIZ 1/08

Terror auf dem Dach der Welt

Colin Goldner

Nichts kann China im Vorfelde der Olympischen Spiele weniger gebrauchen als negative Presse. Grund genug für den Dalai Lama, nach Kräften für ebensolche zu sorgen. Mit ausdrücklicher Billigung „Seiner Heiligkeit“ wurde Anfang 2008 ein militanter exiltibetischer Kampfverband begründet, mit dem Ziel, „direkte Aktionen“ gegen China durchzuführen. Man werde den „historischen Moment der Olympischen Spiele dazu nutzen“, so der als Tibetan People’s Uprising Movement (TPUM) ausgerufe Verband, „Chinas Kontrolle über Tibet zu erschüttern“. Dass es dabei auch und in erster Linie um gewaltsame Aktionen gehen sollte, stand von vorneherein fest.

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Schwerpunktthema MIZ 4/18

Störungen des Mondorgans

Colin Goldner

Die anthroposophische Heilkunde ist untrennbar mit der Figur ihres Begründers, des Okkultfunktionärs Rudolf Steiner (1861–1925), verbunden. Schon in früher Kindheit, wie die Legende es formuliert, sei Steiners „primäre Erfahrung die der Welt des Seins hinter der sinnlichen Welt“ gewesen. Als junger Erwachsener entwickelte er Symptome, die, aus heutiger psychiatrischer Sicht, auf den Beginn einer schizoiden Persönlichkeitsstörung hinweisen. Die von ihm ab Anfang der 1920er entwickelten Vorstellungen einer „geisteswissenschaftlichen“ Heilkunde sind, wie auch seine sonstigen Beiträge zu Pädagogik, Psychologie, Kunst, Philosophie und anderem, durchzogen von Ideen und Begrifflichkeiten, die sich ihm in „mystischer Schau“ offenbart hätten. Steiners Vorstellungen stehen in diametralem Widerspruch zu den Erkenntnissen der modernen Naturwissenschaft.

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Prisma MIZ 1/18

Karmakadschiü

Colin Goldner

Unter dem Titel Hannah – Ein buddhistischer Weg zur Freiheit kam Anfang 2018 ein Film in die deutschen Kinos, der, gedreht von der britischen Regiedebütantin Marta György-Kessler, das Leben der gebürtigen Dänin Hannah Nydahl (1946–2007) nachzeichnet. Zusammen mit ihrem Ehemann Ole Nydahl (*1941) gilt sie als Begründerin des sogenannten Diamantwegbuddhismus, der, basierend auf der tibetischen Karma-Kagyü-Tradition, weltweit mehr als 650 Meditationszentren unterhält, 180 davon allein im deutschsprachigen Raum.1 Die von den Nydahls vertretene Variante des tibetischen Buddhismus dürfte hierzulande mehr Anhänger aufweisen als die des Dalai Lama.

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Schwerpunktthema MIZ 1/15

„Alternativheilkunde und Naturheilkunde haben nichts miteinander zu tun“
Ein Gespräch über alternativmedizinische Verfahren, 
ihre Risiken und die Gründe für ihre Beliebtheit

Colin Goldner

Für Alternativheilverfahren gibt es keinen klinischen Nachweis ihrer Wirksamkeit. Trotzdem sind sie bei den Patienten beliebt, immer mehr Ärzte bieten einzelne Praktiken an, die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen immer häufiger die Kosten. Sind die Risiken also unbedeutend? Sind die zahlreichen Anekdoten aussagekräftiger als wissenschaftliche Studien? Muss die Schulmedizin um alternative Verfahren ergänzt werden? Der Publizist Wolfram Pfreundschuh sprach für MIZ mit dem Esoterikkritiker Colin Goldner.

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Magots oder Berberaffen wurden schon im Alten Testament als „Handelsgut aus dem Reich des Phönizierkönigs Hiram“ (im heutigen Libanon) bezeichnet und dienten wohl an den Fürstenhöfen Israels als Belustigungsobjekte (1. Könige 10,22 / 2.Chronik 9,21), Foto: Colin Goldner
Prisma MIZ 1/14

Tiere der Bibel
In eigenen Zooführungen wird Kindern die „Schöpfungsgeschichte“ vermittelt

Colin Goldner

Interessanterweise gibt es unter den Zoodirektoren hierzulande eine Vielzahl gläubiger Christen, die dem Schöpfungsgedanken im Zweifel näher stehen als der Evolutionslehre. Einer davon ist der Direktor des Dortmunder Zoos, Frank Brandstätter, Jahrgang 1966, der, obgleich veritabler Biologe, mit der Behauptung aufwartet, die biblische Schöpfungsgeschichte stimme „in ihrem groben Verlauf“ mit der Evolutionstheorie überein: „sie widersprechen sich nicht, sie ergänzen sich“.1

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Prisma MIZ 1/12

Shaolin-Kampfmönche

Colin Goldner

Wer kennt sie nicht, die unsäglichen Kung-Fu-Streifen der 1970er Jahre, mit denen RTL2 heute noch die Sendezeit totschlägt? Billige Kostümfilmchen, deren Handlung wesentlich darin besteht, dass die Protagonisten ohne Punkt und Unterlass aufeinander einkloppen. Die Bösen tun dies aus schnöder Gier nach Geld oder Macht, die Guten zur Wiederherstellung von Recht, Sitte und Ordnung. Letztere sind meist kahlrasiert und springen in ockerfarbenen Kutten über die Leinwand: Mönche des berühmten Klosters Shaolin in der zentralchinesischen Provinz Heinan.

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Schwerpunktthema MIZ 4/11

Wandelnde Latrinen
Frauen im Buddhismus

Colin Goldner

Wie prinzipiell jede der „Weltreligionen“ ist auch der Buddhismus von tiefer Frauenfeindlichkeit geprägt. Schon von Anbeginn war dem Buddhismus alles spezifisch Weibliche ausgesprochen verdächtig – Menstruation, weibliche Sexualität, Empfängnis, Schwangerschaft, Gebärakt –, selbst das Lächeln einer Frau wusste die buddhistische Lehre zu dämonisieren. Buddha selbst werden abgründig frauenverachtende Sentenzen zugeschrieben: Der Legende nach soll er einer Gruppe junger Frauen entgegengeschleudert haben, ihr Körper sei ein „Sumpf aus Unrat, ein krankmachender Haufen Scheiße. Wie soll man sich an solchen wandelnden Latrinen erfreuen?“1

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