von Horst Herrmann
Im Jahr 307 kam Konstantin nach Trier. Hier traf ihn Maximianus, der Altkaiser. Dieser verlieh ihm bald die Würde eines Augustus und gab dem Twen, dem eine Konkubine gerade einen Sohn geboren hatte, seine etwa zehnjährige Tochter Fausta zur Frau. “Dies ist der Anlass”, schreiben die Herausgeber eines aufwendigen Konstantin-Sammelbandes,1 “1700 Jahre danach im Sommer 2007 dem Kaiser, seiner Zeit und seinem Nachleben in Trier eine Landesausstellung zu widmen”.
Zwei Fakten werden nicht genannt: Schon wenige Jahre später trägt Konstantin, vorsichtig formuliert, Mitschuld am unnatürlichen Tod seines Schwiegervaters. Und auch seine Frau Fausta läßt Konstantin töten – in Trier. Da schweigt es sich besser, eine (kirchen-)politische Vorentscheidung. Schweigen ist verständlich, wenn die Schauseite eines Menschen dargestellt werden soll. So weit informiert eben, wer von Stadt, Land und Kirche zugleich gefördert werden will; schließlich hat sogar der Bundespräsident die Schirmherrschaft über das 6,6 Millionen Euro teure Ausstellungsprojekt übernommen. Und einmal mehr beweist sich die Macht der historischen Interpretation: Was selbst der christliche Gott nicht kann, nämlich die Fakten zu verändern, schaffen Historiker mühelos. Manche von ihnen haben auf Jahrhunderte hinaus Erfolg mit ihrem Umdeuten, Verschweigen, Verdrängen.
Die Folgen? Nero gilt beispielsweise, völlig ahistorisch, als Tyrann und Christenverfolger, Konstantin dagegen, ebenso ahistorisch, als milder Herrscher und Vorbild schlechthin. In den Fällen beider Kaiser sind Wünsche Väter des Gedankens, und die oft angemahnte Objektivität bleibt auf der Strecke. Kaum jemand kümmert sich jedoch ernsthaft um derlei. Das sollte sich ändern.
Doch es gibt in der Forschung Angstgrenzen. Sie sind da gezogen, wo Forsch-Herren eine Untersuchung für abgeschlossen oder einen Text für gedeutet erklären. “Dies nenne ich die endgültige Wahrheit”, bestimmen sie, “denn dies ist alles, was man wissen muß”. Die Kategorie der Erträglichkeit wird zur Leitfigur des erkenntnisleitenden Interesses: Eine Frage kann damit als wissenschaftlich wertlos deklariert werden. Als unwissenschaftlich gilt auch eine richtige Antwort auf eine falsche Frage. Und so werden statt der Ist-Zustände Soll-Zustände umschrieben, eine Lebenslüge nicht nur der Theologie.
Fiktionen und Fakten
Erstaunlich nach wie vor, wieviele Fakten durch das Rasternetz der herrschenden Konstantin-Deutung fallen. Ich greife einige heraus, soweit sie es erleichtern, diesen Mann näher kennenzulernen und genauer als in den gerne geglaubten biographischen Ansätzen, Fiktionen und Festlegungen einzuordnen.
Schon die Herkunft des Protagonisten macht Schwierigkeiten – und wird daher relativ selten thematisiert: Konstantin, außerehelich geboren, muss sich zu Beginn seiner Karriere anstrengen, Legitimität zu erwerben, um eine tragfähige Basis für seine machtpolitischen Ziele zu schaffen. Zu diesem Zweck fälscht er früh seine Familiengeschichte.
Es bedeutete für einen Mann, der entschlossen war, einen “frommen” Karrieristen abzugeben, in der Tat keine besondere Empfehlung, zum einen als Abkömmling einer Frau aus niedrigsten Kreisen zu starten und zum anderen einen Vater, eine Mutter, eine Herkunftsfamilie zu haben, die keinerlei christliche Überzeugungen vorzuweisen hatten. Konstantin, der Kaiser werden und sich später als Christenkaiser präsentieren wollte, sah sich genötigt, die Geburtsmängel von Fall zu Fall zu korrigieren. Er mußte beide Korrekturen selbst anpacken, Kaiser und Christ nach eigenem Gusto, und so fiel das Ganze auch aus.
Doch er schaffte es. Der Weg seiner Mutter von einer Schankwirtin zur First Lady und zu einer Heiligen wird nicht einfach gewesen sein. Doch die Konkubine Helena, die nach dem Kirchenlehrer Ambrosius “aus dem Stallmist zum Thron” aufstieg, gilt später als keuscheste Gattin. Trierer Helena-Traditionen versuchen dann das Ihre, aus der ehemaligen Stallmagd, “bei deren ‘Beruf’ man eigentlich erwartete, daß sie zu allem bereit war”,2 die Erfüllung ihres Wunschbildes zu machen.
Und wie Konstantin selbst den schlechten Start zu kompensieren suchte? Durch eine schlecht zu verkennende Machtverliebtheit, durch ein immer weiter und gröber übersteigertes Selbstbewußtsein? Die Interpreten äußern sich hierzu auffallend selten.
Machtpolitisches und Mörderisches
Das eigentümliche konstantinische Milieu konstituiert sich prozeßhaft über Jahrzehnte hinweg als ein stetig sich verschärfender Kampf zwischen dem erstarkenden und immer dreister fordernden Christentum der bisherigen “kleinen und zurückgebliebenen Leute” und den sogenannten Heiden. Diese gilt es mit allen Mitteln zu überwinden, wie die durchgängig machtbewußten Wortführer der neuen Konfession, allesamt Aufsteigertypen mit der charakteristischen Kraftmeierrhetorik meist ungebildeter, wundersüchtiger Kreise, ohne Skrupel predigen und praktizieren.
Solchen Verfemungen folgt ein Vergessen des “Heidentums” durch mehr als ein Jahrtausend der sogenannten christlich-abendländischen Geschichte. Das sollten wir nicht übersehen: Der Beitrag des “Heidentums” zur europäischen Geschichte ist systematisch weggelogen worden. Maßgebliche Christen verteidigen bis auf den heutigen Tag den angeblich wichtigeren Anteil ihrer eigenen Konfession am Werden Europas. Sie stehen in einer bestimmten Siegertradition.
Und Konstantin wird folgerichtig hochgelobt. Was nicht in das Bild des “ersten christlichen Kaisers” paßt, wird weggedeutet. Kein Stäubchen soll die Fiktion beschmutzen. So wird unter anderem die Aufblähung des Ichs eines groben Menschen und der “vollkommensten Verkörperung des Soldatentums” (Otto Seeck) erst gar nicht thematisiert. Es fällt auf, wie häufig abschwächende Erwähnungen bei manchen Autoren das Bild bestimmen. Sie vermeiden allzu oft, allzu gern die Grausamkeit des Kaisers zu schildern, um ein möglichst ‘positives’ Bild Konstantins zeigen zu können.
Fakten festigen ein anderes Urteil: Konstantin war nach innen wie nach außen ein Despot, dessen Idealisierung unangemessen ist. Doch der allgemeine Verblendungszusammenhang ist noch längst nicht aufgedeckt. Es hat vielmehr den Anschein, als gälten die von dem zwielichtigen Autor Laktanz noch zu Lebzeiten Konstantins gefeierten Massenmorde an kriegsgefangenen Franken noch immer als wegweisend für die spätere Rezeption. Wer aber die Schandtaten eines Kaisers verschweigt oder herunterredet, ist kein Jota redlicher als derjenige, der einen Massenmörder bejubelt wie seinerzeit der christliche Pamphletist Laktanz.
Seit Konstantin tut sich eine Symbiose von Bigotterie und Mordlust auf, die bestimmten Charakteren auf den Leib geschnitten ist, ein institutionalisiertes Zusammenwirken auch von Thron und Altar, ein Hin-und Herloben, das nur den erstaunt, der die Folgezeit nicht entsprechend zu deuten weiß: Über Jahrhunderte hinweg fordern Priester die Macht, das Privileg, das Geld, und verdammen alle weltlichen Herrscher, die nicht detailgenau so wollen wie es ihnen gepredigt wurde. Sie berufen sich mehr oder weniger wörtlich auf niemand anderen als auf jenen Urvater der Symbiose, der exemplarisch wußte, wozu er Priester benötigte. Zum Beten wahrscheinlich am allerwenigsten, zur Propaganda eher.
Konstantin, “aller Völker siegreicher Feldherr”, wie der Unbesiegbare sich titulieren läßt, führt einen Krieg nach dem anderen. Sein Reich lernt keine eigentlichen Friedenszeiten kennen. Kriege gegen Mitbewerber, Grenzkriege gegen sogenannte Barbaren begleiten, ein von Historikern relativ selten beachtetes Phänomen, Konstantins Herrschaft, ein Krieg löst den anderen ab, pausenlos, schrecklich. Im Vergleich mit diesem geborenen Despoten und seinen Angriffskriegen war der viel gelästerte Kaiser Nero ein friedliebender Staatsmann.3
Konstantins unübersehbar dichotomische Tendenz zur Unterdrückung Andersdenkender, ein Charakteristikum prinzipieller Illiberalität gerade in christlichen Milieus, verbindet sich nun einmal mit der Attitüde dieses Kaisers, den Zuwachs an Macht und Bewegungsfreiheit zu immer rücksichtsloseren Attacken gegen die Heiden und Barbaren zu nutzen: Je erfolgreicher Konstantin wird, desto gröber geht er vor. Der “gottgeliebte Führer” mit dem bemerkenswerten “Zug zur Toleranz”4 ist ein tyrannischer Narziß, ein mörderischer Egoist.5
Damals macht der Pazifismus des frühchristlichen Anfangs einer veritablen Kriegsbegeisterung Platz: Konstantin wird’s schon richten, und wir Christen sind dabei! Das “unübersehbare Potential an gewaltloser Macht”6 findet sich allenfalls zu Beginn und am Rande. Eine stark staatsbejahende Haltung gibt den Ausschlag: Christen wollen dabei sein, und auf weite Strecken hin sind die Berichte über Widerstand nichts als gepflegte Legenden.
Konstantin, seit dem Bischof Euseb von Kaisareia Idealgestalt christlichen Herrschertums, kann mit Fug und Recht als Tyrann bezeichnet werden. Können Weißwäscher nicht lesen? Wo nur haben sie gelernt, mit Fakten umzugehen? Wahrscheinlich beschränken sie sich auf die Lektüre des Euseb, dieses abstoßenden Mitglieds der Fraktion Lob & Hudel, für den der Kaiser gesandt ist, die Gottlosen auszutilgen und damit den Boden für das Weltreich des Katholizismus zu bereiten. Eine schrecklich simple These, eine lineare Projektion.
Denn nicht nur gegen Magier, Rebellen, Konkurrenten und Sittlichkeitsverbrecher geht der Kaiser extrem hart vor. Auch in der eigenen Sippe räumt er auf und kennt gar ein eigenes Mordjahr, das sein angeblich christliches Familienleben krönt: 327 mordet er seinen Sohn Crispus, kurz darauf seine Frau, Mutter von drei Söhnen und zwei Töchtern. Fausta liegt in Trier ermordet, im Bade erstickt, und die Interpreten haben Mühe, die beiden Morde sowie die folgende Säuberungswelle zu erläutern, die weitere Familienmitglieder und zahlreiche Freunde erfaßt hat.
Euseb, Exempel für Zünfte von Geschichtsklitterern, schweigt von vornherein. Fausta, immerhin über Jahre hinweg Kaiserin Roms, interessiert den Bischof nicht. Andere können die “Familientragödie”, wie eine Sprachregelung die Morde bis heute umschreibt, nur als göttliches Strafgericht über den hochmütig gewordenen Dauersieger Konstantin deuten.
Nicht ganz nebenbei: Konstantin hat wahrscheinlich nach dem Mord an seiner Frau die domus Faustae nebst umfänglichen Ländereien dem Bischof von Rom geschenkt – das kam dem Pontifex zu Paß. Immerhin haben Päpste bis 1308 hier ihren Wohnsitz genommen, und noch heute gilt der Lateran als Hauptkirche des römischen Bischofs. Von Fausta und von ihrem Vater Maximian, der ihr dies Erbe hinterlassen hatte, ist in diesem Zusammenhang keine Rede. Mordopfer eines heiligen Kaisers haben nun mal keine Lobby.
Religiöses und Christliches
Wann sind eigentlich bei diesem Mann christliche Sympathien entstanden, wann wurden sie manifest? Es geht um nichts anderes als um die politisch-militante Nutz- und Kostenfaktorenreligiosität eines Despoten. Konstantin selbst war der Meinung, den Gott, zu dem er betete, nie gewechselt zu haben. Zwei Möglichkeiten bieten sich damit der Deutung an: Er betete von Anfang an zum Christengott und heuchelte römisch tradierte Religion oder er betete bis zuletzt, die von einem “Ketzer-Bischof” gespendete Taufe auf dem Sterbebett eingeschlossen, zu einer “heidnischen” Gottheit.
Nun geht die öffentliche Meinung noch heute davon aus, dass die entscheidende Tat des Kaisers Konstantin sein Sieg in der Schlacht bei der Milvischen Brücke und die Tatsache gewesen ist, diesen auf Christus persönlich gestützt zu haben. Zu den genauen Umständen der Ereignisse vor und während der Schlacht, die sie gar nicht kennen können, machen Laktanz und Euseb unterschiedliche Angaben. Ihre Ausführungen, die zu den wichtigsten der Forschungsgeschichte zählen, spiegeln vermutlich “unterschiedliche Stadien der kaiserlichen Propaganda”7 wider, wenn sie nicht unter die Kategorie der Zwecklügen einzuordnen sind. Edward Gibbon verlieh der milvischen Vision schon 1838 einen Ehrenplatz in der Geschichte des Aberglaubens.
Es ging dem Kaiser, der niemals an einem christlichen Gottesdienst teilgenommen hat,8 um ein absolutistisch gefärbtes monarchisches Machtideal; dafür lebte der Gottgleiche und wirkte gleichsam als Gottheit. Nur selten ist in diesem Zusammenhang die Rede von den alles in allem doch blasphemischen Ausrichtungen und Zurschaustellungen. Noch fehlte in diesem experimentellen und transitorischen Milieu eine durchgeformte legitime Staatsideologie. Eine vorgeblich christliche füllte dann mehr und mehr das Vakuum und blieb unter dem Signum “christliches Abendland” bis heute erhalten, zumindest in manchen Köpfen und Herzen. Selbst ein Hinweis auf die Frömmigkeitsübungen des Wladimir Putin, diese Surrogate in einem Neuen Russland, wäre so unpassend nicht.
Von religiösen Disputen hielt Konstantin, der das Erste Ökumenische Konzil nach Nikaia bestellt hatte, nicht viel, und Theologie erschien ihm als müßige Suche. Dennoch sorgte er, der noch nicht einmal getauft war, für das Bekenntnis des Konzils, ein Credo, das noch immer offiziell geglaubt wird.
Die viel zitierte konstantinische Wende wurde nicht zuletzt von den dankbaren Christen selbst vollzogen. Den Weg vom Neuen Testament ins konstantinische Elend traten sie freiwillig an, zumeist typische Untertanenseelen, von unten gekommen und nach oben, zur Macht drängend. Die Beweisführungen ihrer Wortführer tragen im übrigen einen prostitutiven Charakter: Anpassung, Umdeutung, Verdrängung, Fälschung.
Gefälschtes und Unbereutes
Im Zusammenhang mit kirchlichem Grund und Boden ist noch heute hin und wieder die Rede von Schenkungen. Doch die gewaltigsten “Schenkungen”, welche die Kirchengeschichte kennt, waren Fälschungen. Konstantin selbst trägt kaum Schuld, es sei denn, wir rechneten ihm an, er habe das Milieu für die Fälschungsmentalitäten vorbereitet, für Mentalitäten also, welche seither die “Schenkung” (von Staats wegen oder am Sterbebett), diese typisch klerikale Form der Landnahme, stützen.
Dieser Kaiser schenkt unaufhörlich, und die junge Kirche nimmt seine Gunst-erweise dankbar entgegen. Konstantin kennt seine Kleriker – und er kennt sie wiederum nicht so gut, wie er meint. Zum einen macht er sie “groß und beneidenswert in aller Augen” und verschafft ihnen durch seine Gesetzgebung immer noch mehr Ansehen; manche Bischöfe, eben erst aufgestiegen, ahmen bereits das Gepränge und das Zeremoniell des kaiserlichen Hofes an ihren Bischofssitzen nach, schließlich verteidigen sie – bis heute! – Ansprüche auf Titel (“Exzellenz”), auf liturgische Beweihräucherungen, auf Throne.
Andererseits verkennt Konstantin das bischöfliche Herz. Setzte er auf das Christentum als eine die Einheit des Gemeinwesens stabilisierende Macht und wurde darin bitter enttäuscht, weil sich die christlichen Wortführer bald voller Streitsucht bis aufs (“Ketzer”-) Blut bekämpften, so erlag er jetzt einer weiteren gravierenden Fehleinschätzung. Als er Kleriker von Steuern und anderen Abgaben befreit, geht er davon aus, dass sie ihre Gewinne den Armen zugute kommen lassen werden. Weit gefehlt, die Hoffnung. Auch das gilt bis heute.
Es müßten keine machtbewußten Manager gewesen sein, wenn sie nicht so lügnerisch wie möglich die Gunst der Stunde ergriffen, über Jahrhunderte von ihren gefälschten Privilegien gelebt und erst sehr spät, Jahrhunderte eben, nachdem die Fälschung aufgedeckt wurde, sich bekannt hätten. Bekenntnis, Reue, Buße kommen in Fensterpredigten vor; nach innen, im Milieu der vatikanischen Konfession, zeitigen sie keinerlei Wirkung.
Ungleich lieber sah eine bestimmte Rezeption den Despoten als Ideal christlichen Herrschertums. Dementsprechend erklärte mancher Karl den Großen zum “neuen Konstantin”, galten Habsburger als genuine Nachfolger Konstantins, bezeugten Kirchen, die im Rahmen des 1890 aufgelegten Kirchenbauprogramms errichtet wurden, eine imitatio Constantini durch Kaiser Wilhelm II.9
Gewiß, die Kirche wird sich vorerst nicht ändern, allenfalls auf ihrem Weg in die immer unbedeutender werdende Minorität Rückzugsgefechte führen; sie fuhr bisher, wie sie war und ist, nach eigener Einschätzung gut. Doch ein schärferer Blick auf diese Institution und ihre Helfershelfer täte auch gut. Waren die konstantinische Mentalität und das entsprechende System “Signatur von siebzehn Jahrhunderten Kirchengeschichte” (Rudolf Hernegger), so heißt es heute, dezidiert Abschied zu nehmen. Wir stehen erst am Anfang der antikonstantinischen Wende. Drehen wir das Rad zurück? Nein, wir kehren um zu den Anfängen, weil wir das Christentum als das zu sehen lernten, was es ist: Keine überzeitliche Wesensaussage des Menschseins, sondern ein mittlerweile aus gutem Grunde unaufhaltsam verblassendes Phänomen der Geschichte.
Anmerkungen:
1 Demandt, Alexander / Engemann, Josef (Hrsg.): Konstantin der Große. Geschichte – Archäologie – Rezeption. Internationales Kolloquium vom 10.-15. Oktober 2005 an der Universität Trier zur Landesausstellung Rheinland-Pfalz 2007 “Konstantin der Große”. Trier 2006, S. 11.
2 Clauss, Manfred: Konstantin der Große und seine Zeit. München 2005, S. 19.
3 Herrmann, Horst. Nero. Eine Biographie. Berlin 2005, S. 362-366.
4 Keil, Volkmar (Hrsg.): Quellensammlung zur Religionspolitik Konstantins des Großen. Darmstadt 1995, S. 19.
5 Horst, Eberhard: Konstantin der Große. Eine Biographie. Hildesheim 1993, S. 320.
6 Horst, Konstantin der Große, S. 45.
7 Clauss, Konstantin der Große und seine Zeit, S.<+>36.
8 Ebenda, S. 100.
9 Schlange-Schöningen, Heinrich: Das Bild Konstantins in der Neuzeit, in: Demandt / Engemann, Konstantin der Große, S. 290.
Artikel aus MIZ 2/07
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