Kritik am Dalai Lama
Der Dalai Lama genießt weltweit hohes Ansehen; er gilt als Symbolfigur für Friedfertigkeit und Weisheit sowie als Repräsentant des kleinen, unterdrückten Volkes der Tibeter. Der Friedensnobelpreisträger von 1989 erscheint als Hoffnungsträger für demokratischen Wandel und spirituelle Erneuerung – nicht nur für Tibet.
Doch der Schein trügt. Wer genauer hinschaut, kann entdecken, dass der Dalai Lama in erster Linie eine Projektionsfläche abgibt. In dem Bild, das viele, auch sog. meinungsbildende deutschsprachige Medien, von ihm zeichnen, spiegeln sich eher die Wünsche eines westlichen Publikums als die Realität.
Die Webseite gottkoenig.de hat das Ziel, kritische Informationen zur Funktion des Dalai Lama, zum tibetischen Buddhismus, zu den Zuständen im „Alten Tibet“ sowie zur gegenwärtigen Tibet-Unterstützerszene bereitzustellen. Insofern sind die dort angeführten Daten und Fakten „einseitig“. Angesichts der verbreiteten Ausblendung kritischer Positionen trägt dies nach Ansicht der Betreiber jedoch zur Informationsvielfalt bei.
www.gottkoenig.de
Die neuen Atheisten im Internet
Über die neuen Atheisten ist in den letzten Monaten viel geschrieben und berichtet worden. Grund genug, sich auch mal deren Angebote im Internet anzuschauen. Besonders aktiv nutzen die Möglichkeiten des Internet Richard Dawkins und seine Richard Dawkins Foundation. Auf der Seite der Stiftung findet sich zahlreiches Informationsmaterial. Hochinteressant sind insbesondere die Videos, die man sich kostenfrei ansehen kann. Darunter sind Diskussionsrunden, Vorträge und Interviews zu finden. Hinzu kommt eine riesige Auswahl an Artikeln zu vielen verschiedenen wissenschaftlichen Themen. Erwähnenswert ist auch die Datenbank mit einer Übersicht von aktiven atheistischen Gruppen in den verschiedensten Ländern. Zusätzlich bietet die Seite noch einen Chat und ein Forum mit spannenden Diskussionen.
Das Angebot ist überaus professionell gestaltet und auch technisch auf der Höhe der Zeit. Wer der englischen Sprache mächtig ist, sollte hier vorbeischauen.
Unbedingt erwähnt werden muss an dieser Stelle noch die von Richard Daw-kins initiierte Outcampaign. Worum es dabei geht, erfährt man auf der Homepage der Kampagne:
„The OUT Campaign allows individuals to let others know they are not alone. It can also be a nice way of opening a conversation and help to demolish the negative stereotypes of atheists. Let the world know that we are not about to go away and that we are not going to allow those that would condemn us to push us into the shadows.“
Also mitmachen ist angesagt!
Ein weiterer bekannter Vertreter der neuen Atheisten ist Sam Harris. Auch er ist mit einer Website im Internet am Start. Ebenso wie die Seiten von Dawkins gibt es auch hier zahlreiches Material, das sich anzusehen lohnt. Es finden sich hier ebenfalls Videos, Artikel, Informationen über den Autoren und ein Forum. Auch hier lohnt sich der Besuch.
Weniger empfehlenswert ist leider die Seite von Daniel Dennett. Auf der sehr spartanisch gestalteten Seite gibt es abgesehen von ein paar lesenswerten Artikeln nur wenig Lohnenswertes zu entdecken. Ebenfalls nicht das Gelbe vom Ei ist die Seite von Christopher Hitchens. Die Homepage ist grafisch steinzeitlich gestaltet und Benutzerfreundlichkeit ist ein Fremdwort. Die zahlreichen Artikel sind aber dennoch lesenswert.
http://richarddawkins.net
http://richarddawkinsfoundation.org/
http://www.outcampaign.org/
http://www.samharris.org/
http://ase.tufts.edu/cogstud/incbios/dennettd/dennettd.htm
http://www.hitchensweb.com/
Esoterikkritisches Wiki
Wikis, die sich am Lexikoncharakter der Wikipedia orientieren, gibt es im Netz inzwischen wie Sand am Meer. Die meisten davon sind überflüssig und stellen keinen großen Informationsgewinn dar. Anders ist dies beim Wiki der irrationalen Überzeugungssysteme und ihrer Protagonisten. Die Macher der Seite haben es sich zur Aufgabe gemacht, über esoterischen Unfug aufzuklären. Sie berichten unter anderem über die bei Esoterikern so beliebten alternativen Heilmethoden, wie zum Beispiel die Homöopathie, die Urkost nach Franz Konz, die Holopathie und Germanische Neue Medizin. Ebenso thematisieren mehrere Artikel bei Esowatch unkonventionelle Krebstherapien. Besonders lesenswert sind aber auch die Artikel über „Scharlatanerieprodukte“. Hier wird unter anderem über solch „bahnbrechende Erfindungen bzw. Entdeckungen“ wie AFA-Algen, Atox Bio Computer, Zapper und die allseits beliebte Wasserbelebung berichtet. Last but not least widmen sich die Verfasser auch noch den populärsten pseudowissenschaftlichen Theorien. Dabei werden die Kritik der Relativitätstheorie, die Erfahrung mit der Felix Würth AG sowie die Bioresonanz intensiv behandelt.
http://www.esowatch.com
Keine Panik!
Mehr als sieben Jahre ist es nun schon her, dass der Kultautor Douglas Adams diesen unbedeutenden Planeten am Rande einer unbedeutenden Galaxy aufgrund eines für ihn leider nicht so unbedeutenden Herzinfarktes verlassen musste. Doch Adams, der ein enger Freund von Richard Dawkins war, lebt in seinen Werken und durch seine immer noch zahlreichen Fans weiter. Dies nicht zuletzt auch dadurch, dass jährlich am 25. Mai der so genannte Towel Day (Handtuch-Tag) stattfindet. An diesem Gedenktag tragen Fans von Adams Werken den Tag über ein Handtuch mit sich herum. Dies hat den Hintergrund, dass Handtücher in seinem Buch Per Anhalter durch die Galaxis als ungemein praktische Dinge beschrieben werden, die nahezu unverzichtbar sind, wenn man sich im Universum bewegen will.
Einen großen Beitrag dazu, dass Adams nicht vergessen wird, leistet aber auch die offizielle Douglas Adams Homepage. Hier findet sich eine ausführliche Biographie des Meisters, einige Bilder von ihm sowie eine Übersicht seines literarischen Schaffens. Besonders empfehlenswert sind jedoch die Artikel, die sich auf der Homepage finden sowie die Kurzgeschichte The Private Life of Genghis Khan.
http://www.douglasadams.com
Artikel aus MIZ 2/08
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